2009

Eine ausführliche Darstellung vieler Ereignisse in und um unseren Verein finden Sie auf der von Jochen Bölsche liebevoll und aufwändig betreuten Website www.osten-oste.de in der Abteilung http://www.niederelbe.de/ostemarsch/kulturmuehle.htm

06.02.2009 Gülle im Kanister

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Eine Komödie in fünf Akten von Hartmut Behrens, aufgeführt von der Theatergruppe "Kultur auf dem Lande" aus Oberndorf: "Theo macht eine Erfindung, die etwas mit Gülle zu tun hat, Walter versteht "kühles Bier" und will nicht ins Heim, Walters Sohn Jan-Otto möchte den Hof modernisieren, woraufhin dessen Frau Susanne den Ruin befürchtet, denn der ominöse Landberater Hinrich, den Jan-Otto engagiert hat, entpuppt sich vor allem als Experte im Gülle-verspritzen. Tochter Geraldine sorgt für ein gutes Ende, allerdings nicht für alle…
Ein heiteres hochdeutsches Stück und nebenbei auch ein Finanzkrimi!" (www.kultur-auf-dem-lande.de)
Durchschnittliche Bewertung: 3,2 (1 = sehr gut, 6 = grottenschlecht)

21.08.2009 Wilhelm-Busch-Abend

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"Der Ort ist gut, die Lage neu der alte Lump ist auch dabei!" – unter diesem Motto steht eine Premiere in der Kulturmühle Osten. Eine Premiere nicht für Fried Wolff und Wolfgang Gellert, die in ihrem erfolgreichen Programm einige weniger bekannte Seiten des wohl einflußreichsten humoristischen Dichters Deutschlands präsentieren, sondern für die Kulturmühle: Es ist die erste kulturelle Veranstaltung in den Gemäuern der alten Kornmühle im Herzen von Osten nach der Übernahme des Gebäudes durch den Verein Kulturmühle Osten e.V.. Mit Sicherheit werden die Besucher hinterher sagen: "Jetzt kennen wir Wilhelm Busch ein bisschen besser" und wissen vielleicht, wer nun der "alte Lump" ist. Der Eintritt zu dieser Benefiz-Veranstaltung ist frei, Spenden werden aber gerne entgegengenommen.
Durchschnittliche Bewertung: 1,5 (1 = sehr gut, 6 = grottenschlecht)

17.10.2009 Kaktusblüte

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Bis zum letzten Stehplatz gefüllt war am Samstagabend die 100 Jahre alte Kornmühle in der Ostener Fährstraße. Über zwei Stunden lang feierte das Publikum die Frauenband "Kaktusblüte" aus Buxtehude, die zu einem Benefizkonzert ins Schwebefährendorf gekommen war und deren bemerkenswert buntes und breites Repertoire von Heinz Ehrhard bis zu den Beatles reicht. Karibische Klänge, schottische Balladen, französische Chansons, Pop-Klassiker und Country-Songs wechselten sich ab mit plattdeutschen Liedern, darunter Eigenproduktionen der Band wie das Spottlied "Coffee to go", mit dem die deutsch-britische Gruppe die deutschen Freunde von Anglizismen veräppelt. Die Stimmung in dem historischen Gemäuer erreichte ihren Höhepunkt, als die "Kaktusblüten"-Frauen – die krankheitsbedingt diesmal nicht zu viert, sondern als Trio auftraten – in mehrstimmigem Harmoniegesang Schlager der Zwanziger Jahre intonierten, darunter ihre Erkennungsmelodie "Mein kleiner grüner Kaktus" oder "Unter den Pinien von Argentinien".
Dabei zeigten sich die in England geborenen Sängerinnen Heidi Evans und Madeleine Yeoh mit der plattdeutschen Sprache ebenso vertraut wie Christa Ehlers, die aus Wanna stammt und die für den absoluten Höhepunkt des Abends verantwortlich war: Sie hatte zum "Jahr der Oste" dem "Paradies der Abgeschiedenheit" an dem 150 Kilometer langen Fluss ein "Oste-Lied" gewidmet (siehe unten).
Von dem "Oste-Lied", das im Sommer in Gräpel (Landkreis Stade) uraufgeführt worden war und das nun in der Kulturmühle seine Cuxland-Premiere erlebte, zeigte sich das Publikum so begeistert, dass das Trio – an diesem Abend verstärkt durch Matthias Zeissig (Baß) und Hans-Georg von der Reith (Gitarre) – seine "Osteland-Hymne" zum Ende der Veranstaltung ein zweites Mal anstimmen musste. Vertreter der AG Osteland dankten den Künstlerinnen mit einem Exemplar des soeben erschienenen Oste-Lesebuchs "Die Farben der Oste". (Text: www.osten-oste.de)
Durchschnittliche Bewertung: 1,0 (1 = sehr gut, 6 = grottenschlecht)

13.11.2009 Kino: Lang lebe Ned Divine!

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In der kleinen irischen Ortschaft Tullymore gewinnt einer der Einwohner den Jackpot im wöchentlichen Lotto. Wer von den 53 Tullymorern der Gewinner ist bleibt zunächst im Verborgenen. Die Neugier führt Jackie O´Shea schließlich zu Ned Devine. Der alte Fischer sitzt mit dem Gewinnschein in der Hand tot im Fernsehsessel. Zusammen mit seinem Freund Michael O´Sullivan nimmt Jackie die Sache in die Hand. Die beiden älteren Herren versuchen den Jackpot für ihr Dorf zu erhalten. Welche Widrigkeiten es dabei zu überwinden gilt – gerade in so einer kleinen Dorfge-meinschaft – ist einfach sehenswert.
Liebevoll und warmherzig erzählt der Film vom Zusam-menleben in einer kleinen Dorfgemeinschaft. Mit wundervollem britischen Humor nimmt der Film die menschlichen Schwächen auf die Schippe – ohne respektlos zu sein.
Durchschnittliche Bewertung: 1,0 (1 = sehr gut, 6 = grottenschlecht)

19.12.2009 Theater für Kinder: Die Nachtwächterin

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Bürgermeister Willibald ist überarbeitet und fängt an, Gespenster zu sehen. Im funkgesteuerten Garagentor scheint ein Teufelchen zu stecken, im Keller der Familie Lustig bewegt sich ein unheimlicher Schatten und im Hof hinter den Mülltonnen hört Frau Mirgehtssoschlecht merkwürdige Geräusche. Darum wird eine Nachtwächterin eingestellt, die die Gespenster vertreiben soll. Aber bei näherem Hinsehen sind die 'Gespenster' gar nicht zum Fürchten – eher zum Lachen. Und weil sie Freude daran hat, schenkt Friederike ihnen kleine Gedichte und dem Publikum wunderliche Nachtgeschichten. Und überhaupt spricht sie ausnahmslos in Reimen, schließlich haben das die Nachtwächter früher auch getan (behauptet sie). Die Ereignisse der Nacht stellt sie in rhythmischer Umgangssprache dar und Willibalds Traum ist sowieso ziemlich Dada…